
Einscheiben-Sicherheitsglas 8 oder 10 mm
ESG und VSG in verschiedenen Ausführungen
ESG steht für Einscheiben-Sicherheitsglas, VSG für Verbund-Sicherheitsglas.
Einscheiben-Sicherheitsglas
Einscheibensicherheitsglas (ESG) besteht aus einer einzigen Scheibe, die speziell wärmebehandelt wurde. Das Glas wird während der Herstellung auf mehr als 600 Grad Celsius erhitzt und danach mit kalter Luft zügig abgekühlt. Dabei kühlt sich die äußere Zone des Glases schneller ab als der innere Kern. Im Ergebnis entsteht im Kern eine Zug- und in der Oberfläche eine Druckspannung.
Dadurch besitzt das Glas eine erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit. Diese wird mittels des Pendelschlagversuches nach der Norm DIN EN 12 600 nachgewiesen. Außerdem ist das vorgespannte Glas unempfindlich gegenüber großen Temperaturunterschieden. Die Unempfindlichkeit wird in Kelvin (K) bemessen und beträgt rund 200 Kelvin.
Wenn es bei hoher Belastung zerbricht, zerfällt es in kleinste Krümel ohne scharfe Kanten. Dadurch reduziert sich die Verletzungsgefahr im Vergleich zu normalem Floatglas ganz erheblich. ESG wird bereits seit vielen Jahren von Glasprofi24 für Duschabtrennungen und Schiebetüren eingesetzt. Das bedeutet effektiven Schutz gegen Schnitt- und Stoßverletzungen.

Verbundsicherheitsglas mit 2 Scheiben
Verbund-Sicherheitsglas (VSG)
Verbund-Sicherheitsglas besteht aus zwei oder mehr übereinander liegende Glasscheiben, die durch eine hochelastische Folie aus Polyvinylbutyral (PVB) fest miteinander verbunden sind.
Bei einem möglichen Glasbruch bleiben die Bruchstücke an der Folie haften, wodurch das Verletzungsrisiko sinkt. Außerdem wirkt VSG einbruchhemmend.
Für Verbund-Sicherheitsglas kommen verschiedene Gläser in Frage:
Teilvorgespanntes Glas, kurz
TVG, wird wie das vollvorgespannte Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) einem thermischen Vorspannprozess unterzogen. Der Abkühlvorgang vollzieht sich jedoch langsamer. Dadurch kommt es zu geringeren Spannungsunterschieden im Glas zwischen dem Kern und den Oberflächen. Die Biegefestigkeit liegt zwischen der von Floatglas und Einscheiben-Sicherheitsglas. Im Bruchfall entstehen Risse, die radial vom Bruchzentrum zu den Scheibenrändern verlaufen, ähnlich wie beim Bruch von Floatglas. In der Praxis wird TVG fast ausschließlich für die Verbund-Sicherheitsglas-Herstellung verwendet. Ab einer Höhe von 1,50 m sind TVG-Scheiben bei VSG-Überkopfverglasung nach dem deutschen Baugesetz vorgeschrieben. Durch die großformatigen Bruchstücke weist VSG aus TVG eine hohe Resttragfähigkeit auf. Deshalb wird VSG aus TVG hauptsächlich für Überkopfverglasungen und absturzsichernde Verglasungen verwendet.

Vordach mit SentryGlas
SentryGlas besonders reißfest
Besonders reißfestes Glas stellt VSG mit
SentryGlas-Zwischenlagen von DuPont dar. Eine spezielle Laminatfolie zwischen den Scheiben sorgt für eine 5-mal stärkere Reißfestigkeit und eine um 100-fache höhere Steifigkeit des Materials. Die daraus resultierenden Vorteile sind:
- deutlich höhere Resttragfähigkeit bei Bruch
- höhere Kantenstabilität
- Minimierung von Delamination
- höhere Tragfähigkeit – Schutz z.B. bei hoher Schneelast
- dünnerer Gesamtverbund (Glasdicke) möglich, das reduziert das Gewicht und spart Kosten

Gebogenes Glas als Gestaltungselement
Gebogenes Glas
Gebogenes Glas bietet besonders attraktive Gestaltungsmöglichkeiten für innen und außen. So zum Beispiel für den Hauseingang mit dem Glasvordach aus der
Serie Arcata. Oder bei einer
Duschabtrennung mit gebogener Tür. Das gebogene Glas unseres deutschen Qualitäts-Herstellers erreicht einen Biegewinkel bis zu 180 Grad und ist europaweit einmalig in den Größen bis zu 2.440 mm x 5.000 mm erhältlich.
Gebogenes Glas wird in den Varianten ESG und VSG gefertigt.